May 22, 2012, Tuesday, 142

Orden der unbeschuhten Diamatissen

Aus Lexikon der Nationen

Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Orden der unbeschuhten Diamatissen ist ein katholischer Frauenorden, der sich der NKK zugehörig zählt.

Inhaltsverzeichnis

Gründung

Der frommen Überlieferung nach geht der Orden direkt auf Maria Magdalena, der Gefährtin des menschgewordenen Gottes, zurück. Nach dem großen Zerwürfnis mit Paulus im Jahre 45 n.Chr. zog Maria Magdalena, die auch als Gründungsmutter der Novarisch-Katholischen Kirche gelten muss, zunächst in die Abgeschiedenheit der Emilia zurück und gründete eine erste Heimstatt für Frauen die sich ausschliesslich dem menschgewordenen Gott verbanden.

Geschichte

Der Orden der unbeschuhten Diamatissen ist alt, seine Wurzeln verschwimmen in den Gezeiten der Geschichte. Der aktuelle Hauptsitz, das sogenannte Mutterhaus befindet sich seit 1632 in Uoma, in der Provinz Appulia.

Der Orden ist ein pflegender Orden, der explizit nicht missionarisch tätig ist, da die Schwesternschaft der Überzeugung ist, dass die Verknüpfung von sozialer und medizinischer Dienstleistung mit missionarischen Betätigung unvereinbar ist.

Sitz

Kirche des Mutterhauses
Kirche des Mutterhauses

Seit Mitte des 17 Jahrhunderts ist der Hauptsitz des Ordens, das so genannte Mutterhaus, in Uoma. Das ursprüngliche Mutterhaus in der Nähe von Vikario-Stadt war im Laufe der Jahrhunderte immer wieder umgebaut worden, aber immer wieder als zu klein empfunden worden. Auch wenn die größeren Räumlichkeiten nicht den wundervollen Meerblick und die Nähe zur Villa Maria Magdalena bieten können, was allgemein als großer Verlust empfunden wurde. Die drückende Enge und die daraus resultierenden Probleme machten eine Lösung unabdingbar.

Kloster Vikario
Kloster Vikario

So baute der Orden schließlich in der Nähe von Uoma ein neues Kloster, mit Kirche und umfangreichen Ausbildungsstätten für die Novizinnen, die hier vor allem als Ärztinnen und Krankenschwestern ausgebildet werden.

Dem Kloster angeschlossen ist ein Krankenhaus mit 600 Betten.

Das historische Mutterhaus in der Nähe von Vikario-Stadt wird bis heute vom Orden vor allem als Alterssitz von Nonnen im Ruhestand genutzt. Im Volksmund scherzhaft "Krähennest" genannt, beherbergt es außerdem ein Asyl für Menschen in Notlagen und darüber hinaus eine integrative Kindertagesstätte.

Darüber hinaus unterhält der Orden eine Vielzahl von kleineren Klöstern und Außenstellen, sowie weitere Krankenhäuser und weitere soziale Einrichtungen.

Ordensregeln

Initiationsriten
Initiationsriten

In gewissen Bevölkerungskreisen sind die Initiationsriten des Ordens nicht unumstritten. Auf dem obigen Bild ist eine Skulptur zu sehen, die einen traditionell nur intern aufgeführten Tanz der frommen Schwestern zeigt.

Der Orden hat seit den Anfängen seine Regeln im Kern wenig verändert. Allerdings wurde es im Laufe der Zeiten immer wieder als nötig erachtet, Sonderregelungen, Ausnahmen und Ausführungsbestimmungen hinzuzufügen.

Seit der Zeit von Mutter Maria Incontinenzia wird daher nur noch ein gekürzter Auszug aus den Regeln benutzt.




Auszüge aus unserer Ordensregel

Das erste Ziel eures gemeinschaftlichen Lebens ist, in Eintracht zusammenzuwohnen und ein Herz und eine Seele auf Gott hin zu sein. Lebt also in Eintracht und Liebe zusammen und ehrt in euch gegenseitig Gott, dessen Tempel ihr geworden seid.


Wenn ihr in Psalmen und Hymnen zu Gott betet, soll auch im Herzen leben, was der Mund ausspricht.


Ihr sollt die für reicher halten, die im Ertragen von Entbehrungen stärker sind; denn wenig brauchen ist besser als viel haben.


Euer Benehmen sei unauffällig; legt Wert darauf, nicht durch Kleidung, sondern durch aufrechte Haltung angenehm aufzufallen.


Keinem darf das, was er nötig hat, versagt werden. Ihr seid um so weiter vorangekommen, je mehr ihr um eure Gemeinschaft statt um eure privaten Interessen besorgt seid, so dass alle zeitlichen Bedürfnisse überstrahlt werden von der Liebe, die ewig bleibt.


Gezänk und Streit solltet ihr eigentlich gar nicht haben oder möglichst schnell beenden. Wer durch ein Schimpfwort, durch üble Nachrede oder gar den Vorwurf eines Vergehens jemand verletzt hat, der soll sehen, dass er so schnell wie möglich das wiedergutmacht, was er angerichtet hat. Der Beleidigte aber verzeihe ohne lange Verhandlungen.


Der Obere soll sich nicht deshalb glücklich schätzen, weil er kraft seines Amtes gebieten, sondern weil er in Liebe dienen kann.


Der Herr gebe, dass ihr ... dies alles in Liebe beobachtet - nicht wie Sklaven unter dem Gesetz, sondern wie Freie unter der Gnade.


Historische Äbtissinen

Sr. St. Hildegardis

Die Heilige Hildegardis ist eine Oberin des Orden der unbeschuhten Diamatissen aus dem 12. Jahrhundert. St. Hildegardis gilt als Märtyrerin. Der Legende wurde sie wegen ihres überzeugten und unerschütterlichen Glaubens vom damaligen korrupten Primas der NKK lebendig gehäutet und zu Tode geschunden. Noch heute gilt sie als Vorbild aller jungen Novizinnen des Ordens, wie auch für junge Frauen aller Stände.

"Dann mach ich die Hildegardis" ist eine im Orden geläufige Redewendung in Situationen wo der persönliche Glaube der stumpfen Macht gegenüber steht.

Äbtissinen der Neuzeit

Januar 1950- Mai Mutter Oberin Sr. Maria Incontinenzia


seit Juni 2008 Mutter Oberin Sr. Maria Immaculada

Links

Unterseite des Ordens.


Erzbistümer: Vikario | San Benedetto | Monte Chiesa

Ehemalige Bistümer: Regale | Alpi | Celano | Baia di Montagna Fuoco | Marati