May 22, 2012, Tuesday, 142

San Martino

Aus Lexikon der Nationen

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Citta di San Martino
 
Bild:Flagmartino.jpg
Staat Gran Novara
Region Magiano
Gliederung keine
Bürgermeister Mauritz Thyskens
 seit dem 23.Juli.2008
Fläche 0,55 km²
Bevölkerung
  Einwohnerzahl
  Dichte

ca. 2.048
3.723 Einw. je km²
Gründung ca. 470 n.Chr.
Postleitzahl 871
Telefonvorwahl 047

San Martino ist eine Insel und Stadt etwa 312 Seemeilen südöstlich von Baia di Vittoria und gehört zu der Provinz Magiano.


Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Stadt

470 nach Christi Geburt landeten medianische Kaufleute auf der Insel und errichteten einen Handelskontor und benannten ihn nach ihrem Patron, den heiligen Martin. Den heutigen Palazzo Cambio. Nach und nach entstand eine wohlhabende Handelstadt, die hauptsächlich mit Seide und Kleidung groß wurde.

Noch vor dem Fall des Imperiums gehörte die kleine Stadt zu einer der reichsten des Landes und die Mächtigen protzen mit gigantischen Bauten. Doch Hochmut kommt wie immer vor dem Fall. Die ersten novarischen Könige eroberten die Stadt, die sich nach dem Fall von Mediana zu einer eigenständigen Stadt erklärte, in den ersten Jahren der Gründung.

Im vierzehnten Jahrhundert interessierte sich die katholische Kirche verstärkt für die Insel und gründete im heutigen Palazzo Borghese eine Mission, aus dem später der Martinerorder hervorging. Eben jener Orden erwirkte im fünfzehnten Jahrhundert das Recht auf Eigenstaatlichkeit.

Cardinale Francesco Tosci schwang sich zum mächtigsten Mann der Stadt auf und kontrollierte die Geschicke über ein halbes Jahrhundert lang. Er holte bedeutende Künstler und Baumeister in die Stadt und legte den Grundstein zum Bau der Basilika sowie zum Palazzo Gimignano.

1555 traf eine riesige Flutwelle die Unterstadt und versenkte die halbe Insel. Die größten Schätze der damaligen Zeit verschwanden in den Fluten des Meeres. Die Monstranz von San Agnese in Agone und auch die Spuren des heiligen Grales, der in einer Grotte unter San Maddalena di Monti verlaufen sich auf den Grund des Meeres. Nach der Katastrophe errichtete man schwere Steinmauern, um den Rest der Stadt vor einer weiteren Flut zu schützen. Der heutige Porto Veccio wurde angelegt.

Immer noch unter Kirchenhand wurden weitere großartige Bauwerke errichtet. Die Scala dei Giganti, einer der größten Freitreppen der Welt, die vom ehemaligen Seidenmarkt hinauf zur Muttergottes der Eintracht führen sollte. An der Anlegung wirkten rund vierzig Künstler und Bildhauer der damaligen Zeit über vierzig Jahre lang. Ebenso wurden die Basilica und die Piazza San Martino wurden in dieser Zeit fertiggestellt. Sie war damals die größte Kathedrale der Welt und sollte den uneingeschränkten Reichtum und die Macht des Inselstaates zum Ausdruck bringen.

1812 eroberte Generale Giorgio Prado mit einer gigantischen Armada die bis dahin als uneinnehmbare Festung geltende Insel und ließ sich dort als Governeur nieder. Er pflegte gute Kontakte zum Königshaus und ließ den Handel wieder aufleben und gestattete auch den Kirchenoberhäuptern, auf der Insel zu bleiben in Abstand zum Kirchenstaat von Vikario.

Der als Kunstmäzen und Philantrop bekannte Generale häufte weitere große Schätze an und ließ das heutige Museo del Prado errichten.


Kultur und Sehenswürdigkeiten

Palazzo Cambio

Der ehemalige Handelskontor (Cambio - Wechsel) der Stadt war das erste Gebäude, welches die Kaufleute im ersten Jahrhundert nach Christus errichteten. Er wurde später von einem großen Feuer beinahe bis auf die Grundmauern niedergebrannt und unter Papst Leo VI wieder aufgebaut. Der barocke Palast ist heute das Rathaus der Stadt und Sitz der Inselverwaltung.

Palazzo Gimignano

Cardinale Tosci legte den Grundstein zum Governeurspalast. Er war jahrelang der Sitz der Inselregierung und auch unter der Kirchenherrschaft der Palast der Päpste auf San Martino. Er beherbergt heute das Museum für Völkerkunde.

Scala dei Giganti und Santa Maria dei Concorde

Die bis heute größte Freitreppe der Welt ist das Zeugnis der Handwerkskunst und der Macht der Mächtigen von San Martino. Über vierzig Künstler trugen mit bedeutenden Werken zum heutigen Aussehen bei. Die Treppe verbindet die Via Condotti mit dem Seidenmarkt und bildet mit ihren großen Terassen und geschwungenen Treppenabsätzen des wohl markanteste Wahrzeichen San Martinos. Tag und Nacht ist die Scala dei Giganti ein beliebter Treffpunkt, vor allen für Besucher. Hier ruht man sich aus, schreibt Postkarten, fotogaphiert, hört den Straßenmusikanten zu oder flirtet ein wenig. Essen auf der Treppe ist allerdings strengstens verboten.

An der oberen Spitze der Treppe verläuft die Via Condotti, die den Hafen mit der Piazza San Martino verbindet. Überragt von den beiden Glockentürmen der Santa Maria dei Concorde. Bedeutend ist das Gemälde der Kreuzabnahme von Lucino Santi, sowie die Deckengemälde die Maria als Richterin über die Welt zeigen. Die Madonnenstatue in der Mitte des barocken Altares von Giovanni Feltrinelli ist bedeutend für die frischvermählten Frauen der Insel, die hier um Kindersegen bitten.

Via und Piazza di Cavolo

Bild:Scalamartino.jpg

Der alte Seidenmarkt ist heute einer der belebtesten Plätze der Stadt. Am unteren Ende der Scala dei Giganti gelegen ist er auch heute noch ein wichtiger Handelsplatz. Jeden Morgen findet hier ein geschäftiger Lebensmittelmarkt statt.

Vom Platz Richtung Westen führt die Via di Cavolo, die heute beinahe jeden Modeschöpfer mit einer Boutique vertritt. Für einen abendlichen Stadtbummel ist die Straße demnach gut geeignet. Hier finden sie Thyskens, deLippi und Elyaa neben vielen Ateliers junger, novarischer Designer. Als Welthauptstadt der Mode ist die Via di Cavolo auch der Schauplatz der Modewochen im Herbst und Frühjahr, wenn alles was Rang und Namen hat zu den Schauen in San Martino pilgert.

Teatro Manin

Das Teatro Manin wird heute zu den bedeutensten Opernhäusern der Welt gezählt. Nach der völligen Zerstörungen 1943 war das legendäre Opernhaus in Rekordzeit wieder aufgebaut worden. Am 11. Mai 1946 wurde das Haus mit einem Konzert unter Mattia Toscanini wiedereröffnet. Dem überhasteten Wiederaufbau waren verschiedene Fehler geschuldet, so wurde beispielsweise unter dem Orchestergraben Bauschutt abgelagert, was die Akustik beeinträchtigte. Eine Grundsanierung wurde dringend erforderlich. Trotz erheblichen Protests, einer Sammlung von 18.000 Unterschriften durch die Primaballerina Carla Frutti und Gerichtsverhandlungen wurde das Manin abgerissen. Nur noch das Foyer, der Zuschauerraum und die von Stahlträgern gestützten Außenmauern blieben stehen. Der gesamte hintere Teil, beginnend mit der Bühne aus Holz, wurde entfernt.

Wieder eröffnet wurde das Opernhaus am 7. Dezember 2004 mit rund 2000 geladenen prominenten Gästen.

Bild:Piazzamartino.jpg

Piazza und Basilica San Martino

Basilica San Martino ist die größte der vier Patriarchalbasiliken Gran Novaras. Sie ist jedoch das exakte Zentrum der Insel. Der Martinsdom fasst 60.000 Personen und ist mit einer überbauten Fläche von 15.000 Quadratmetern eine der größten Kirchen der Welt. 2007 besuchten täglich rund 20.000 Menschen den Dom.

Der von Ernani geplante 240 m breite, ovale Martinsplatz geht an der Seite zur Kirche hin in ein Trapez über. Dies lässt die überbreite Fassade des Domes schmaler wirken und betont die Kuppel. In der Mitte des Platzes steht ein Obelisk, der aus dem imperialen Circus von Mediana stammt. Die den Platz umsäumenden Kolonnaden sind 17 m breit und absolut symmetrisch zu zwei Brennpunkten wenige Meter nördlich und südlich des Obelisken. Oberhalb der 284 in 71 Viererreihen angeordneten Säulen befinden sich 140 Heiligenstatuen

Museo del Prado

Das Museo del Prado ist eines der größten und bedeutendsten Kunstmuseen der Welt. Gegründet von Generale Giorgio Prado als eine Pinakothek und Glyptothek, umfasst das Museum heute bedeutende Sammlungen von mehr als 5.000 Zeichnungen, 2.000 Drucken, 1.000 Münzen und Medaillen und nahezu 1.000 Kunstgegenständen. Die Skulpturensammlung hat mehr als 700 Objekte und weitere Fragmente. Die etwa 3.000 Gemälde begründen den Rang des Prado als eines der bedeutendsten Museen der Welt, neben der weltweit besten Sammlung novarischer Maler werden unter anderem auch andere internationale Meister.


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