Sanctum MariäeAus Lexikon der Nationen
Hier nun einige Auszüge: Maria und ValeronZu der Zeit da der Köing die böse Behörde instruiert hatt, alle Menschen zu zwingen sich an ihren Geburtsort zu begeben, um sich zählen zu lassen, begab sich den Aufzeichnungen nach folgende Begegnung. Es begab sich nun, da Maria auf der staubigen Straße marschierte, die Sonne auf ihr unbedecktes Haupt brannte, das sie unter einem Olivenbaume Schutz suchte, war doch Joseph schon voran geeilt ein wenig Wasser zu organisieren. Da kam ein Wanderer des Weges, den barmte die schwangere Frau mit den geschwollenen Knöcheln, die da am Wegesrand kauerte. Er also sprach: "Weib, hier nimm von den süßen Brötchen, die mir der junge Mann, dessen Nachtlager ich heute teilte, zum Frühstück buk. Und nimm auch von dem süßen Weine, den ich von seine Lippen empfung. So also labete sich Maria im Schatten des Olivenbaumes von den Gaben die gegebenet hatte, der da gerufen ward Valeron und der ein Söldner des schlimmen Amtes war, und sprach zu diesem: " Ich danke dir Wanderer und dereinst wird der Herr im Himmel dir dies vergelten". Und so gingen sie wieder, ein jeder seiner Wege. Und balde traf Maria auf den Joseph der ihr Wasser brachte und auch ihm gab sie noch eines der süßen Brötchen. Daher werden auch heute noch am 1. Advent süße Brötchen verteilt, um der Begegnung des Heiligen Valeron mit der Gottesmutter zu gedenken.
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